Auenwald aus der Dorfmitte bis zur Queckenmühle beidseitig des Daisbachs

Der Bauträger der Bebauung Austr. 7 – 11 in der Dorfmitte hat nicht nur über die Grundstücksgrenzen des Baugrundstückes das Gelände aufgeschüttet, bzw. nicht wieder die vorgefundenen Geländehöhen außerhalb des Baugrundstückes hergestellt, er hat auch im näheren
Umfeld im Auenwald Beton- und Mauerswerkreste sowie Farbeimer im Gebüsch hinterlassen.
Bei den Aufschüttungen des Geländes könnte es sich tlw. um Bauschutt, Abbruchmaterial oder
Recycling-Material handelnt, da die Betonbrocken, die an unterschiedlichsten Stellen zu Tage
treten, es möglich erscheinen lassen, dass diese mit Erde abgedeckt wurde und in den Randbereichen
nun freigespült bzw. freigeregnet wurden. Im Auenwaldbereich im Autal im Überschwemmungsgebiet/Retentionsflächen bei Hochwasser hat dieses Material nichts zu suchen.
Weiterhin ist die Ableitung von Regen vom Baugrundstück auf benachbarte Liegenschaften nicht geklärt sowie die Schmutzwasserableitung des PKW-Parkdecks.

Die OLN stellt in der Gemeindevertretung den Antrag bezüglich der Bebauung Austraße 7 – 11,
alle Bauscheinauflagen überprüfen zu lassen und auf deren Einhaltung zu bestehen. Der bestehende
Auenwald soll beidseitig des Daisbachs mit einer Mindestbreite von 5,00 m ab der Austraße bis zur Queckenmühle/Alte Asbest zurück zu einer natürlichen Auenwaldlandschaft für Flora und Fauna entwickelt werden. Diese Bereiche sind von landwirtschaftlicher Nutzung und jeglicher Düngung freizuhalten. Hierzu stehen Fördermittel aus öffentlichen Töpfen zur Verfügung, die nur beantragt werden brauchen. Wie bei der Förderung „Bürgerpark Theißtal“ stehen unterschiedliche Fördertöpfe zur Verfügung. Seit Mitte 2019 ist die Gemeinde im Programm des „Großen Frankfurter Bogens“. Dieses Projekt fördert in einem Radius von ca. 1 km rund um die Bahnhöfe Dorfentwicklungsprogramme. Im Weiteren hat das Land Hessen ein Dorfentwicklungsprogramm 2021 für den Förderzeitraum 2021 bis 2028 mit dem Bewerbungstermin bis 30. Mai 2021 festgeschrieben. Da müsste die Verwaltung jetzt schon tätig werden, damit hierfür eine Beschlussvorlage gefertigt und beschlossen wird. Ein weiterer Baustein wird der Aktionsplan für den ländlichen Raum „starkes Land – gutes Leben“ des Landes Hessen sein, der allein 1,2 Milliarden Euro Landesmittel zur Verfügung stellt.

Schreibe einen Kommentar